Das bin Ich
Ich wurde geboren am 24.12. um 18 Uhr 10.
Sie haben richtig gehört, mitten in den Heiligen Abend.
Sicher fragenSie sich, was ist daran schon besonderes ?
Geburt und Tod sind ganz natürliche Lebensabläufe.
Ich aber bin in einem Nonnenkrankenhaus
zur Welt gekommen.
Wissen Sie was das heißt?
An jenem Abend wurden auch noch
zwei Mädchen geboren, die hatten es durchaus
einfacher als meine Wenigkeit.
Wissen Sie was es bedeutet an einem Heiligabend
bei den Nonnen geboren zu werden, in einem
„Heilig-Geist“ Krankenhaus ? Ich glaube nicht!
Sie wandern ob sie wollen oder nicht,
in eine kleine Krippe und sind mitten
dabei in der Christmette.
Da staunen Sie was?
Ich habe damals auch gestaunt,
schon den christlichen Glauben unter dem Hintern
und noch nicht einmal fähig ein Wort zu sprechen.
Verstehen Sie jetzt, warum ich schreibe
mit Herz und Seele oder auch Leib und Seele!
Wer so zur Welt kommt, der kann nicht anders,
der ist sozusagen gezwungen, an Gott zu glauben.
Ob es eine Seele gibt?
Klar, es gibt eine Seele und glauben Sie mir,
egal was behauptet wird:
Wer seine Seele findet,
der findet auch den Weg zu sich selbst.
Wer seine Seele findet,
der braucht kein Licht, er leuchtet von innen heraus.
Wer seine Seele findet,
der hebt den größten Schatz seines Lebens.
Bernard Bonvivant 2007
Lasset unsere Sprache nicht sterben !
Was kann es schöneres geben, als zu lesen,
über den Wolken zu schweben, die Gedanken,
die um die Worte sich ranken.
Das Wort zu finden, es zu gebrauchen , zu erstaunen,
fühlen, tasten, spüren und dann voller Andacht glühen,
bis letztendlich das Wort vor dem Auge verglühe.
So sprühen die Laute sich fetzend, formierend,
den Satz herausfordernd, ohne Scheu keine Angst,
die Stirn bietend der Intoleranz.
Jawohl, es lebe die Dichtung und ihre Sprache!
Bernard Bonvivant, 2007