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Bernard Bonvivant
Schmöckerecke

Hier schreibe ich für meine  Leser.....

Der Schreiberling

Einst fuhr ein Schreiberling über das Meer der Worte. Seinen gespitzten Stift  im Rucksack und eine Menge feine Worte.
Am Ende des Meeres erlangte das Boot einen feinen weißen Sandstrand.
Die Fischer saßen müde am Strand, knüpften ihre Netze.
Wo war er nun angelangt? Er schritt über den feinen Sand, hin zu einem alten Fischer.
Der würdigte ihn keines Blickes, stumm arbeitete er an seinem Fischernetz. Der Schreiberling flammend vor Mut und begierig neuer Taten, wollte ihn befragen.
Der Fischer aber erhob seine Hand zum Himmel und sagte.
„ Ehe du beginnst mir auf die Nerven zu gehen, sage mir, was du hier siehst.“
Der Schreiberling bewunderte das Fleckchen Erde, sah den nahen Berg und den Gipfel im Nebel, dann wanderten seine Augen über den Sandstrand.
„ Ich sehe einen endlosen schönen Sandstrand. Wahrlich, ein Fleckchen zum verschnaufen.“
Der Fischer hob den Kopf und sah den Schreiberling lange an. „ Das wundert mich, die meisten sehen nur den Gipfel über uns.“
Der Schreiberling fragte interessiert. „ Und warum?“
Der alte Fischer lächelte aus klaren Augen.
„ Da oben ist der Olymp der Schreiberlinge.“
„ Ach so, jetzt weiß ich an welchem Ort ich bin, mein Weg führte mich geradewegs in das Nichts.“
Der alte Fischer arbeitete weiter an seinem Netz.
„ Sonst hast du keine Fragen? Ihr löchert einen doch sonst nur mit einem Meer aus Fragen, aber Antworten, die gebt ihr nicht.“
Der Schreiberling setzte sich im Schneidersitz vor den Fischer und meinte grinsend.
„ Ich bin über das Meer der Worte gefahren, habe eine Menge Worte gefischt, habe daraus meine Geschichten geschrieben. Leider will sie keiner lesen, geschweige denn in Lettern binden.“
Der Fischer legte sein Netz beiseite und lächelte gütig.
„ Weißt du warum sie dich nicht mögen?“
Der Schreiberling zuckte mit den Achseln.
„ Wenn ich es wüsste, dann wäre ich wohl schon weiter.“
Der Fischer blickte hinaus auf das Meer.
„ Es kommt nicht auf den Fang an, sondern auf den Inhalt mein Sohn. Du kannst einen Acker bestellen, die Saat aussäen und sie trägt trotzdem keine Frucht. Woran liegt diese Missernte?“
Der Schreiberling überlegte lange. Die Antwort fiel ihm schwer. „ Es kann an vielem liegen. Vielleicht war der Boden zu wenig beackert, vielleicht fehlte die Sonne oder das Wasser, das Saatgut war schlicht falsch.“
Der Fischer blickte immer noch hinaus auf das Meer.
„ Siehst du mein Freund, genau hier liegt des Übels Wurzel. Eine Vielzahl von Ereignissen kann die Ernte verderben, genauso ist es mit dem Meer der Worte. Es ist nicht wichtig, wie groß dein Fang ist, es ist wichtig, wie viel sein Inhalt hat an Wert. Es zählt nicht das Gewicht, die Masse, es zählt nur rein die Qualität.“
Der Schreiberling dachte lange nach.
„ Woher kommt dieser schöne Sandstrand?“
Der Fischer wendete seinen Blick vom Meer auf den kleinen Schreiberling. Er musterte ihn sehr genau.
„ Du erstaunst mich! Weshalb fragst du nicht gleich nach dem Gipfel da oben in der Höhe?“
„ Ich bin kein guter Kletterer und außerdem wird mir in der Höhe schwindelig. Je höher man steigt, je dünner wird die Luft. Ich habe auch nur eine bescheidene Ausrüstung dabei, meinen Rucksack gefüllt mit meinen Worten und meine Kleidung ist auch nicht geeignet.“
Der Fischer grinste breit. „ So, so! Warum fährst du über das Meer der Worte, wenn du nicht kennst das Ziel?“
„ Ich fahre, weil es mir Spaß und Freude macht, um meine Zweifel weiß ich selber.“
„ Weißt du, auf wem du gerade sitzt?“
Der Schreiberling nahm eine Hand voll feinen Sand in seine rechte Hand und ließ ihn zwischen den Fingern verrinnen.
„ Nein! Für mich ist es ein herrlicher Sandstrand.“
Der Fischer lacht laut schallend auf und sein Gelächter wandelte das Meer zu peitschenden Wogen.
„ Ich sehe schon, deine zarte Seele, muss wohl durch die Lüfte zum Gipfel tragen. Du zweifelst an deinem eigenen Wort. Lass dir von mir sagen, dein Wort gehört nicht länger dir, bist du auf dem Gipfel, gehört es allen. Sie werden es durch den Blätterwald tragen, sie werden darauf herumtrampeln und du wirst nicht das Geringste dagegen tun können. Die suchst nach der Wahrheit, ich werde dir eine Geschichte erzählen.“
Der Schreiberling hing stumm an seinen Lippen. Der Alte fuhr in seinem Worte fort.
„ Mein Freund, du sitzt auf wahrlich schwerem Boden, dieser Sand wird auch das Meer der Tränen genannt. Auf dem Gipfel da über uns, da ist das Haus der Schreiber des Olymp. Vor langer Urzeit beschlossen die Edelsten dieses Handwerks sich zurückzuziehen auf ihren eigenen unerreichbaren Platz. Sie bauten da oben am Gipfel ihre eigene Welt. Von hier unten betrachtet, sieht es leicht aus, den Gipfel zu erklimmen, doch diese Sicht, sie trügt. Nimmst du den kürzesten Weg wirst du den Berg nie besteigen. Der Fels ist heimtückisch und glitschig, das Wetter ändert sich in Minuten schnell. Es hagelt, schneit, die Finger in der Kälte erfrieren und die Herzen erkalten. Das Gefühl und Gespür geht verloren, die Sinne werden benebelt und am Ende fließt ein Meer qualvoller Tränen. Du stürzt ab. Deine Lebensuhr zerrinnt zu feinem dünnen Sand. Weißt du jetzt, aus wem dieser Sand gemacht wurde?“
Der Schreiberling saß im Schneidersitz mit offenem Mund vor dem Fischer.
„ Das ist wahrlich schlimm, einen solchen Ort hatte ich hier nicht erwartet.“
Der Fischer lächelte ihn gütig an.
„ Was willst du jetzt tun mein Sohn?“
„Ich werde meinen Rucksack mit den Worten wegwerfen und meinen Schreiber und dann werde ich das Boot besteigen und nie mehr in meinem Leben auch nur ein Wort berühren.“
Der Fischer lachte laut und das Meer erhob sich zum heftigen Sturm, die Gicht nässte den Sandstrand.
„ Und was machst du nun?“
Der Schreiberling sah auf das Meer, betrachtete sein Boot und meinte nur. „ Es wäre Selbstmord, bei dem Wetter hinaus auf das Meer zu fahren.“
„ Da sprichst du weise Worte gelassen aus. Jetzt wirst du wohl nicht umhinkommen den Berg zu besteigen.“
Der Schreiberling fürchtete unterdessen diesen Berg und wünschte, er wäre nie mit seinem Boot soweit gefahren.
„ Nein! Ich steige nicht darauf, ich will nicht werden zu neuem Dünensand.“
Da lachte der Fischer noch lauter als zuvor. Das Meer, es stieg nun unaufhaltsam an.
„ Noch mein Freund sind deine Füße trocken, doch schon bald sitzt du in der Nässe. Erhebst du dich nicht, wird der steigende Meerespegel dich ertränken.“
Dem Schreiberling stand der Angstschweiß auf der Stirn.
- Welchen Weg sollte er nun gehen? Er wollte weder neuer Dünensand werden, noch war ihm der Sinn danach zu ertrinken. -
Er wischte sich den ersten feuchten Meerwassertropfen von der Stirn, blickte verwundert auf die steigenden Fluten und ängstlich hinauf zum Berg. Mutig sprach er.
„Es gibt immer mehr als einen Weg hinauf. Da ist bestimmt auch ein langer unbequemer Weg, der sicherer ist.
Vielleicht könntet ihr mir in euerer Fischerhütte eine Unterkunft für diese Nacht gewähren?“
Der Fischer blickte stumm hinaus auf das Meer.
„ Meine Hütte ist bescheiden. Deine Wahl hingegen  ist nicht schlecht. Der Weg zu meiner Hütte ist beschwerlich und lang.“
Er stand auf und blickte auf den Schreiberling im Schneidersitz.
„ Erhebe dich mein Freund, folge mir.“
Der Schreiberling ging schweigend hinter dem Fischer her. In der Hälfte des Berges fragte er.
„Ist es noch weit bis zu deiner Hütte?“
Der Fischer lächelte gütig.
„Die Hälfte des Wegs hast du schon gepackt. Ich nehme fast nie Jemanden mit zu mir. Du aber bist ein Narr und Narren gehört ja bekanntlich die Welt, deshalb darfst du dich an meinen Tisch setzen. Ansonsten wärst du jetzt ein Sandkorn am Strand.“

© Bernard Bonvivant, April 2008

Autor des Romans  « Das Chaos »

Die Liebe geht eigene Wege

Mark ist zweiundvierzig Jahre und lebt derzeit als Single.
Seine letzte Lebensgemeinschaft mit Ellen, einer wilden Fotografin, liegt bereits zwei Jahre zurück.
Sein Job im Vertrieb eines Handelsunternehmens lässt ihm nicht viel Zeit über sein Schicksal nach zu denken.
Am Freitag kommt er meist spät zurück in seine Zweizimmerwohnung. Der Samstag steht unter dem Motto,
einkaufen, saubermachen, Wäsche waschen und den Koffer schon wieder packen für die nächste Woche.
Den Sonntag verbringt er meist schon wieder in einem  Hotel. Dieses Leben ist keineswegs dazugeschaffen eine neue Beziehung zu finden, geschweige denn am Leben zu erhalten.
Im Grunde fährt er alle vierzehn Tage das selbe Hotel am Sonntag an, nur so richtig bewusst, ist ihm das an diesem regnerischen Wochenende.
In der Tiefgarage stellt er fest: Immer der selbe Parkplatz!
Er nimmt seinen Koffer aus dem Wagen, denkt verwundert.  - Wieso ist ihm das nicht schon vorher aufgefallen? -
Er zieht seinen Koffer hinter sich her zum Fahrstuhl. Am Empfang nimmt er wortlos seinen Zimmerschlüssel entgegen. Das Zimmer kennt er nun auch schon.
Am Fenster stehend schaut er dem Regen zu. Das ist ihm zu ungemütlich, er wird sich mit einem Buch in den Wellnessbereich verziehen. Ein paar Runden im Schwimmbecken drehen und zwischendurch in die Sauna verschwinden.
Der Wellnessbereich gehört ihm allein. Keine Menschenseele weit und breit. Er schnappt sich ein paar Saunatücher und sucht sich eine bequeme Liege aus.
Anschließend geht er unter die Dusche und springt wohlgelaunt in das Wasserbecken. Das Wasser spritzt durch die Gegend, dazwischen gellt eine weibliche Stimme.
„ Sind sie verrückt geworden! Passen sie doch auf sie Flegel!“
Mark richtet sich im Becken auf und blickt fassungslos Richtung Beckenrand. - Wo kommt die denn her? –
Sie hingegen steht da leicht aufgebracht, blondes Haar zum Pferdeschwanz gebunden, eine echte Frau bestimmt Mitte Fünfzig. So ganz anders als die Modellpüppchen, denen er bislang nachgeschaut hat.
- Die kenne ich doch auch. Die ist bisher immer an den Sonntagnachmittagen aufgetaucht. Nur so richtig aufgefallen ist sie ihm eben nicht. –
„ Sind sie jetzt sprachlos? Starren sie mich etwa an?“
Mark spürt die Hitze, die in den Kopf steigt, gleich wird seine Birne wohl rot werden. Er sucht verzweifelt nach der Antwort, stattdessen kommt nur ein Nicken herüber.
Die Frau winkt ab und stellt ihren Korb neben einer der Liegen ab.
Mark hingegen schwimmt im Wasser, ständig nach ihr Ausschau haltend.
- Die ist noch schwer attraktiv für ihr Alter. Klar sie ist nicht superschlank, aber gerade das übt einen gewissen Reiz auf ihn aus. Was soll der Blödsinn, jetzt? –
Verwirrt entsteigt er den Fluten und trocknet sich ab. Ein Blick hinüber zur Liege, die ist leer.
- Hat er etwa Halluzinationen? Nein! Ihr Weidenkorb steht doch noch neben der Liege. -
So richtig verstehen, tut er sich selbst nicht mehr. Er setzt sich auf seine Liege, nimmt sein Buch hervor und versucht sich abzulenken. Das gelingt im Moment überhaupt nicht, in seinem Gefühlsleben hat es begonnen zu brodeln.
Das ist er  nicht mehr gewohnt. Er beschließt die Sauna aufzusuchen um sich auf andere Gedanken zu bringen.
Er duscht sich kalt ab, frottiert sich trocken und öffnet die Tür zur Sauna.
Die Wärme schlägt ihm entgegen und er betritt die Sauna.
Er setzt sich auf eine der Pritschen mit gesenktem Haupt. Er kreuzt die Beine zum Schneidersitz, schließt die Augen und versucht zu meditieren.
Langsam wie aus weiter Ferne gelingt es ihm seine Gefühle wieder einzudämmen. Eine innere Ruhe breitet sich aus und die Gelassenheit kehrt zurück.
Bis zu dem Augenblick als er die Augen öffnet. – Das ist nicht wahr! – Sie liegt auf einer der Pritschen hat den Kopf angehoben und schaut ihn an. –Wo hin jetzt den Blick richten? – Während ihm noch die Antwort fehlt, beginnt das Gehirn mit der Bestandsaufnahme.
Das Ergebnis ist eindeutig, diese Frau ist genau richtig für ihn. Die steht sicher mit zwei Füssen auf dem Boden und ihr Körper ist sehr ansprechend. Es ist doch absoluter Wahnsinn, die perfekte Traumfrau gibt es nicht. Jeder hat irgendwo seine Macken und im Grunde ist es doch auch gut so. 
Sie schüttelt den Kopf und verlässt die Sauna, um sich abzuduschen.
Er hingegen spricht leise. „Warum spreche ich sie nicht einfach an? Nur weil ich einen Korb befürchte?“
Nach dem Saunagang legt er sich auf seine Liege. Sie sitzt einige Meter entfernt und liest ein Buch.
Einige Male treffen sich ihre Augenpaare und wandern sofort betreten in die Versenkung. Sie haben sich schließlich weder etwas zu sagen noch haben sie Interesse aneinander.
Die Frau heißt mit Vornamen Sabine, ist Mitte fünfzig und hat bisher eigentlich noch gar keine so richtige Beziehung geführt. Ihr Vater war vor wenigen Jahren an einem Herzinfarkt gestorben. Ihre Mutter musste sie bis vor drei Monaten pflegen. Sie war Oberstudienrätin gewesen und eines Tages hatte sie die parkinsonsche Krankheit.
Sabine hatte geglaubt damit fertig zu werden. Die Krankenpflege gestaltete sich zu einem wahren Vollzeitberuf. Sie hatte aufgehört zu arbeiten und lebte fortan nur noch für ihre Mutter. Lediglich den Sonntagnachmittag hatte sie zur freien Verfügung, dann kamen die beiden Schwestern ihrer Mutter zu Besuch und sie durfte für einige Stunden ein eigenes Leben führen.
Natürlich waren in den langen Jahren der Pflege, der Mutter, alle Beziehungen abhanden gekommen.
Geblieben waren ihr ein schuldenfreies Haus und ein ansehnliches Vermögen, dass ausreichen würde bis zu ihrem Lebensende. Was aber war das für ein Leben?
Sie blickt von ihrem Buch auf, hinüber zu dem Mann. -Wie es  wohl so ist, mit einem Mann? Ach, Unsinn! Sabine wer interessiert sich noch für so eine alte Schachtel wie dich? An dir ist das Leben vorbeigerauscht, nur du warst nicht dabei. Ich könnte ihn ansprechen, aber eigentlich ist dass Sache des Mannes. –
Mark legt sein Buch zur Seite, die Frau geht ihm nicht aus dem Sinn. - Das ist doch Blödsinn! Du kannst dir eine Beziehung nicht leisten, dein Job lässt dir doch keine Luft. -
Er steht auf, geht einen neuen Saunagang an. Die Ruhe fehlt ihm gänzlich, immer wieder starrt er zur Tür, in der Hoffnung sie käme herein.
Er hat schon alle seine Erwartungen heruntergeschraubt, da öffnet sich die Tür, und sie schwebt in die Sauna.
Sie setzt sich einfach neben ihn. Er schaut sie mit großen Augen an. Sie erwidert den Blick, doch das Gespräch scheint nicht in Gang zu kommen.
Plötzlich sagen beide wie aus einem Mund. „ Ich glaube wir müssen miteinander reden.“
Das kommt für beide so überraschend, sie lachen wie die Kinder und nehmen sich in den Arm. Das Eis ist gebrochen.
Mark erzählt ohne Scheu seine Lebensgeschichte. Sabine erzählt aus ihrem Leben. Aus dem Gespräch erwächst Vertrautheit, langsam beginnt eine tiefe Zuneigung zu keimen. Sie gehen an diesem Sonntagabend gemeinsam zu einem Italiener. Mark, stört weder der Altersunterschied, noch die Figur seiner neuen Beziehung.
- Eine Frau muss nicht aussehen wie ein Fotomodell; das ist Klischee. Im Leben zählen doch am Ende ganz andere Werte. Sie verstehen sich auf jeden Fall prächtig. -                               
Einige Wochen später ist sich Mark sicher, die Frau für ein Leben gefunden zu haben. Er kündigt seinen Job, arbeitet in Zukunft in der Nähe von Sabine. Die Stellung ist zwar schlechter bezahlt; aber endlich bleibt ihm auch einmal Zeit für das eigentliche Leben.
Sein Chef hingegen findet seine Entscheidung weniger gut, wegen einer Frau eine solche Position aufzugeben.
Mark hingegen hat verstanden, das Leben besteht aus mehr, als nur ein Sklave der Arbeit zu sein. Er hat seine Wohnung aufgegeben, den Hausrat größtenteils verkauft und wohnt mit Sabine in einem Haus.
Das ist der weiteste Schritt, den er bislang in seinem Leben gewagt hat. Sein Herz aber gehört Sabine. Wem die beiden Menschen begegnen, der hat das Gefühl, die gehören schon ewig zusammen.
Am Sonntagnachmittag gehen sie immer gemeinsam, in ihren Wellnessbereich.
Hotelgäste, die sich dann hierher verirren, kommen bei dem Turteln der beiden Verliebten nicht aus dem Staunen. Die Liebe geht eigene Wege.
                                                 

© Bernard Bonvivant, März 2008

Zeit?

Was ist das? Zeitmanagement !
Den Wert der Zeit für sich selbst erkennen?
Ernüchternd das Zeitprotokoll betrachtend,
erkennend keine Chance für den Erfolg.


Kampf den Zeitfressern anzusagen,
sich zu wehren in wackeren Minuten.
Was ist wichtig? Was hält auf?
Da kommt man schon noch drauf!


Zeitfindung endlich vom Wunsch zum Ziel.
Will er da nicht doch ein wenig zuviel?
Die eigene Zeit selbst zu organisieren,
eigene Grundregeln für sich neu definieren.


Das kostet doch auch wiederum nur Zeit!
Zeit ist wertvoll, Zeit ist kostbar,
ist ein edles, knappes kaum vorhandenes Gut.
Vielleicht braucht es endlich nur einmal Mut!


Nein zu sagen, die Zeitdiebe endgültig verjagen,
erkennend Zeit ist genügend vorhanden,
nur im scheinbaren Überfluss sie zerrinnt.
Wo also ist da der eigentliche Gewinn?


Wer sein Leben im Gleichgewicht halten kann,
sich die Zeit zur eigenen Balance nimmt.
Der hat garantiert die Zeit nicht zum Feinde,
sondern zum wahrlich trefflichen Freunde.


Das ist doch wohl jetzt am Ende lächerlich:
Zeit habe ich nicht! Zeit kriege ich nicht!
Darum stimmt es schon seit langem:
„ Zeit ist, was man selber daraus macht!“

Bernard Bonvivant, Dezember 2007
















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